Nord Karelien ist im Wesentlichen aus drei Grundelementen gemacht: Wasser, Wald und Fels Bei Letzterem handelt es sich um Granit, um genau zu sein. Gleichgültig, wo man sich aufhält, mindestens eines dieser drei Elemente ist immer vorhanden.
Finnland kann einen beeindruckenden Holzbestand mit ca. 2 Milliarden Kubikmeter aufweisen. Im ganzen Land sind weit verbreitet Nationalparks angelegt worden um die Bäume zu schützen.
Schutz statt Abholzung, ist die Divise.
In Nord Karelien ist der Patvinsuo Nationalpark einer der grössten und auch wegen seines Moorschutzgebietes von internationaler Bedeutung. Hier wurde 1949 der Bieber, der als ausgestorben galt in Finnland, wieder angesiedelt. Der heutige Bestand ist bereits wieder so gross, dass der Biber leider wieder zur Jagd frei gegeben ist. Aber auch auf das Ruunaa Naturreservat sind die Finnen sehr stolz. Die finnische Forstverwaltung stuft dieses als das grösste zusammenhängende Widlnisgebiet südlich des Polarkreises ein..
Den Baumbestand der unendlichen Wälder prägen Kiefer (45%), Fichte (37%) und Birke (15%).
Die Gesamtfläche Nord Kareliens beträgt 21584 km2, und davon sind 3821 km2 eine Wasserfläche.
Kein Wunder das die Finnen sich soviel am und im Wasser aufhalten. Es wird geangelt, Kanu gefahren, und jedes Ferienhaus besitzt zumindests ein Ruderboot.
Im Sommer leeren sich die Städte, die Hauptstadt steht brach, den Touristen überlassen, so das auf den Strassen Helsinkis mehr Japanisch, Russisch und Deutsch gesprochen wird als Finnisch.
Die einzigen Staus, die in Finnland je vorkommen, gibt es zu Beginn der Sommerferien, wenn alle aufs Land zu ihren Sommerhäuschen flüchten, und im Herbst, wenn alle wieder in die Städte zurück müssen. Allsommerlich gibt es einen kollektiven Exodus in die primitive, aber glücklich Welt der Vergangenheit, als man die Beeren noch selbst pflücken, die Pilze noch selbst suchen und die Fische noch selbst fangen durfte.
Derzeit gibt es in Finnland knapp 1 Millionen Sommerhäuschen. In vielen Gemeinden verdoppelt sich die Einwohnerzahl im Sommer.
Der wohl berühmteste und am meisten fotografierte Fels befindet sich oben auf dem Berg Koli. Wohl jeder der sich einmal eine finnische Broschüre angeschaut hat, hat den fantastischen Ausblick über den See Pielinen, vom finnischen "Nationalfelsen" aus, schon mal gesehen. In Juuka, am westlichen Ufer des See Pielinen, befinden sich die grossen Steinbrüche von Tullikiviv, den Weltbesten Specksteinöfen. Viele, aus diesem Fels, gemachten Souvenries, werden im ganzen Land angeboten. Die Felsen sind auch mit ein Grund warum die Häuser in Finnland selten unterkellert sind. Die Aushebung für den Keller würde nur mittels Sprengung möglich sein, was die Kosten für den Hausbau massiv verteuern würde.
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Nord Karelien gehört zu den am dünnsten besiedelt und strukturschwächsten Gegenden Finnland und ist gleichzietig der östlichste Punkt im kontinentalen Febiet der Europäischen Union.
Obwohl Nord Karelien eine eher traugie Berühmtheit während des 2. Weltkrieges erlangte, gilt es als der "vergessene" Teil Finnlands. Karelien war früher eine eigenständige Provinz mit einer Fläche von rund 200`00 km2. Die Russen anektierten jedoch während des Winterkrieges den grössten Teil der hartumkänpften Provinz. Letzendlich wurden die Grenzen 1947 von den Siegermächten neu bestimmt und das heutige Nord Karelien entstand.
Landflucht ist hier sehr ausgeprägt. Junge Menschen wandern in die grossen Städte; hauptsächlich aus beruflichen Gründen. Deshalb leben rund 40% der Finnen in der Provinz Südfinnland. Allein in Helsinki leben mehr als 1 Millionen Menschen. Man darf hier nicht vergessen, dass ganz Finnland nur 5,3 Millionen Einwohner hat.
Lieksa´s Einwohner Zahl hat sich in den letzten 50 Jahren mehr als halbiert. Viele Häuser und Schulen stehen leer. Aber der Trend, wieder nahe der Natur zu leben, steigt stetig, was wahrscheinlich auch mit den hohen Mieten in den Städten zu tun haben könnte.